Schwefel im Wein – Gift oder Segen?
Gesalzen, gezuckert und geschwefelt sind Begriffe die uns im Alltag häufig begegnen. Auf jedem Etikett einer Lebensmittelverpackung sind Angaben zu Anteilen pro Gewichtseinheit nachzulesen. Die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnungspflicht für Inhaltsstoffe nimmt alle Hersteller von verpackten Lebensmitteln in die Pflicht. Aber was haben diese Begriffe gemeinsam?
Salzen:
Kochsalz, chemisch Natriumchlorid, ist Würze und Konservierungsmittel zugleich und ist eines der ältesten Konservierungsmittel überhaupt. Es macht Fleisch- und Wurstwaren haltbar und schmackhaft. Im Übermaß mit der Nahrung aufgenommen, kann es Bluthochdruck verursachen und die Aufnahme ist bei Nierenerkrankungen sorgfältig zu kontrollieren. Der ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) liegt bei 5 g täglich.
Zuckern:
Zucker, Rohr- oder Rübenzucker, chemisch Saccharose ist in kandierten Früchten, Marmelade, Süß- und Backwaren sowie in Limonaden enthalten.
Daneben wird als leicht zu dosierendes Süßmittel industriell auch Glucose Sirup verwendet. Im Übermaß aufgenommen führt Zucker zu Überernährung, Übergewicht und langfristig zu Diabetes.
Schwefeln:
Aber Schwefel? Das ist doch dieses gelbe Pulver, was hat das in Lebensmittel und Getränken zu suchen?
Schwefel steht hier umgangssprachlich für Sulfite, das sind die wasserlöslichen Salze der schwefligen Säure die entstehen, wenn man das bei der Verbrennung von Schwefel entstehende, farblose und stechend riechende Gas Schwefeldioxid in Wasser löst. Sulfite sind zugelassene Lebensmittelzusatz- und Konservierungsstoffe die als Antioxidans oder auch Radikalfänger wirken und das Hefe- und Bakterienwachstum so wie oxidative Veränderungen verhindern. Somit ist Schwefel in Form von Sulfit ein Konservierungsstoff wie Zucker und Salz auch.
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